ProGemma-Expertise auch bei Bankern gefragt

Erfolgreicher Workshop zu den Themen Unternehmensnachfolge und M&A-Transaktionen

Die Corporate Finance Mittelstandsberatung GmbH führte, gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Baker McKenzie und Sparkassenverbänden aus dem Rheinland, Westfalen-Lippe und Bayern sowie der ProGemma GmbH, am 17. Mai in Düsseldorf einen ganztägigen Workshop mit Abendveranstaltung zu den Themen Unternehmensnachfolge und M&A-Transaktionen durch. Ziel des Workshops war es, für diese eng miteinander verbundenen, ebenso wichtigen wie brisanten Themen zu sensibilisieren und Handlungsoptionen zu diskutieren. Die Referenten gingen dabei sowohl auf strukturelle Fragen als auch auf die rechtlichen Grundlagen und Fallstricke in solchen Transformationsprozessen ein. Zudem stand die Beschäftigung mit weiteren bedeutsamen Aspekten in diesem Zusammenhang auf der Agenda. Dabei fand der Vortrag von ProGemma-Geschäftsführer Martin F. Schmidt besonders großen Anklang und half den Veranstaltungsteilnehmern, ihr Bewusstsein für diese Thematik in ganz besonderer Weise zu schärfen.

Heikles Thema Unternehmensnachfolge

Laut einer Erhebung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn stehen jährlich rund 70.000 Unternehmen vor der heiklen Frage der Unternehmensnachfolge. Nach anderen Untersuchungen befindet sich aktuell fast jedes fünfte mittelständische Unternehmen in Deutschland vor der Übergabe oder dem Verkauf. Neben die damit verbundenen sachlichen Herausforderungen gesellt sich eine in vielen Unternehmen feststellbare Tabuisierung der Nachfolge. Diese kann ihrerseits zu gravierenden Problemen führen, welche das Unternehmen in seinem Fortbestand gefährden. Das trifft insbesondere auf Familienunternehmen zu. Sehr häufig sind hierbei emotionale Gründe die Ursache. Und laut einer Studie der Harvard-University zum europäischen Mittelstand sind bei den im Nachfolgeprozess gescheiterten Unternehmen die Gründe für den Firmenexitus in über 80 Prozent der Fälle in ungeklärten emotionalen Fragen zu verorten. Häufig treten diese zeitlich verzögert und in einem schleichenden Prozess zutage, sodass trotz kompetenter Rechts-, Finanz- und Steuerberatung die Unternehmensnachfolge letztlich scheitert.

Teure Risiken bei M&A-Transaktionen

Bei M&A-Transaktionen verhält es sich ähnlich hinsichtlich der Komplexität und der Wechselwirkungen verschiedener Faktoren einschließlich „Soft Facts“, wie etwa Emotionen und Motivation. Mergers & Acquisitions stellen über den gesamten Prozessverlauf hinweg eine ganz besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar – und auch hier lauern unterschwellige Risiken und „emotionale Zeitbomben“. So können Zahlen, Daten, Fakten und strategische Vorgaben schnell ihre Wirkung verlieren, wenn die „Soft Facts“ nicht stimmen oder nicht berücksichtigt werden. Gemäß diverser Untersuchungen scheitern zwischen 60 und 80 Prozent aller M&A-Transaktionen. Der häufigste Grund hierfür ist die fehlende oder nur unzureichende Berücksichtigung der Unternehmenskulturen im Integrationsprozess. Zudem erfolgt hierbei üblicherweise eine verhängnisvolle Nabelschau, bei der der Blick nur auf interne Synergieoptionen und Kostensenkungsmaßnahmen sowie individuelle Vorteile gerichtet ist. Dadurch werden unnötig Ressourcen gebunden und tritt die Beschäftigung mit dem Kerngeschäft und Kundenbedürfnissen in den Hintergrund.

M&A-Transaktionen ganzheitlich betrachten

Potentielle Störfelder zeigen sich in der Post-Merger-Phase vor allem im emotionalen Bereich und äußern sich durch fehlendes Commitment, Verunsicherung und Angst, Ohnmacht oder sogar Widerstand. Deshalb, so ProGemma-Geschäftsführer Martin F. Schmidt in seinem Vortrag „Post-Merger Integration als kritischer Erfolgsfaktor“, ist es für den Erfolg von M&A-Transaktionen entscheidend, dass solche Transformationsprozesse bereits von vornherein und gleichermaßen auf allen Ebenen betrachtet und angegangen werden. In seinem ebenso anschaulichen wie das Auditorium aktiv einbeziehenden Referat betonte Martin F. Schmidt die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung und einer Integration aller Mitarbeiter bereits in der Pre-Merger-Phase. Nur so fühle sich niemand überfahren, ausgegrenzt oder als „Verlierer“, nur so werde die Zielakzeptanz gesteigert und gelinge der gemeinsame Kulturwandel, welcher erst eine Integration von sachlichen und sozialen Aspekten ermöglicht. Anhand anonymisierter Praxisbeispiele verdeutlichte Martin F. Schmidt zudem, dass durch eine möglichst frühzeitige Implementierung identitätsstiftender und motivationssteigernder Maßnahmen in die M&A-Transaktion nicht nur deren Risiken, sondern auch deren Kosten erheblich reduziert werden. Mit anderen Worten: Prozessoptimierungen und Kommunikation über alle Hierarchieebenen hinweg stabilisieren bereits in der Pre-Merger-Phase die Gesamtsituation, schaffen Vertrauen und zahlen sich zeitnah aus.

ProGemma plädiert für eine möglichst frühzeitige Beachtung von „Soft Facts“ während M&A-Transaktionen. Nur so lässt sich ein moderater Verlauf von Risiko und Kosten in diesem komplexen Prozess erreichen.